Wir besitzen neun eigene Pferde, zu denen aktuell sechs Reitpferde, ein pensionierter Isi-Opa und zwei Mini Shettys zählen. Wir lieben unsere Pferde und machen keinen Unterschied zwischen unseren Privat- und Schulpferden. Alle unsere Pferde werden sorgsam und professionell trainiert und arbeiten gleichzeitig auch im Unterricht.

Alf

Blomèy

Capone

Frid

Pjakkur

Stormur
Eine Reitschule zu führen, bedeutet pferdeunkundigen Menschen den Umgang mit Pferden näherzubringen. Schon in dieser Basis liegt meiner Meinung nach eine große Verantwortung. Denn was wir im Stall vorleben, prägt den späteren Umgang mit den Tieren. Wird das Pferd als „Sportgerät“ wahrgenommen, das ausgetauscht wird, wenn es nicht mehr den Anforderungen seines Reiters entspricht, oder ist es in erster Linie ein Freund und Partner, mit dem man arbeiten möchte, was oft vor allem Arbeit an sich selbst bedeutet, und dem man auch im Alter treu bleibt, wenn sein Rücken einen nicht mehr trägt.
Man sollte erfahren, was es bedeutet, ein Pferd zu halten. Seine mit den Jahren wechselnden Bedürfnisse kennen, sein Verhalten verstehen und vorhersehen lernen. Ihm mit Geduld, Klarheit und Konsequenz begegnen, um auch für ihn ein vorhersehbarer Partner zu sein.
Jedes unserer Pferde erhält bei uns Pension. Alte Pferde kosten Geld! Die Versorgung mit Futter wird mit den Jahren kostspieliger und arbeitsintensiver. Auch die Versorgung durch den Tierarzt kann teurer werden. Darüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man reitet. Die Kosten einer Reitstunde müssen nämlich in verantwortungsbewussten Reitschulen nicht nur die laufenden Verpflegungs- und Haltungskosten der Pferde abdecken, sondern sie müssen auch deren Pension sichern. Alte Pferde haben einen besonderen Charme und ich persönlich liebe es, unsere Reitschüler immer wieder in ihrer Versorgung miteinzubinden, um dadurch auch ein Verständnis für ihrer Bedürfnisse zu schaffen.

„Auf feinen Pferden lernt man fein zu reiten!“
Unsere Schulpferde wurden sorgsam ausgewählt verfügen über eine gute Gangqualität, eine solide Ausbildung und einen klaren Kopf.
Die Anforderungen an ein gutes Schulpferd sind enorm! Um nur einige oft widersprüchliche Wünsche aufzuzählen:
- Man wünscht sich ein gut rittiges Pferd, das fein an den Hilfen ist und dennoch über eine große Toleranz verfügt, was Reiterfehler betrifft.
- Es soll nicht „triebig“ sein und fleißig vorwärts gehen. Dennoch soll es auf ein aus Versehen klemmendes Reiterbein nicht überreagieren.
- Es soll unerschrocken sein, aber nicht stur.
- Nicht zuletzt wünschen wir Islandpferdereiter uns viel leicht zu reitenden Tilt. Trotzdem wollen wir Schaukelpferdgalopp, auch auf kleinen Plätzen und bombenfesten Trab.
Ich wage zu behaupten, dass unsere Schulpferde nahezu alle dieser Wünsche erfüllen. Sie machen ihre Arbeit großartig! Sie haben bereits vielen Kindern und auch Jugendlichen einen Einstieg in die Reiterei ermöglicht, bei dem es den Neulingen sehr leicht gefallen ist, Vertrauen zu den anfangs noch fremden Lebewesen zu fassen.
Sie sind aber Lebewesen, keine Maschinen und auch das sicherste und verlässlichste Schulpferd bleibt ein Fluchttier mit seinen Instinkten. Gerade bei nichtreitenden Eltern mangelt es dafür oft an Verständnis. Hier aufzuklären, zählt auch zur Verantwortung einer Reitschule.